Falls der radbremszylinder nicht erneuert werden soll, kann er auch in eingebautem zustand zerlegt werden. Dann müssen allerdings vorher die bremsbacken ausgebaut werden.
Der radbremszylinder ist spätestens immer dann zu ersetzen, wenn bremsflüssigkeit durch die manschetten dringt.
Beim bremsbelagwechsel zur kontrolle immer staubkappen vom radbremszylinder abziehen und in den bremszylinder schauen. Wenn es hinter den staubkappen feucht ist oder der gesamte radbremszylinder mit bremsflüssigkeit überzogen ist, bremszylinder austauschen. Außerdem ist ein austausch notwendig, wenn die kolben im radbremszylinder nicht mehr leichtgängig hin- und hergleiten, riefen oder korrosionsstellen aufweisen. In einem solchen fall wird das rad entweder nicht abgebremst oder es bremst ständig.
Ausbau
Bremsbacken ausbauen.

Mit schraubendreher staubkappen - 1 - abhebein. Vorsicht, kappen nicht beschädigen.
Beide kolben - 6 - mit den manschetten - 5 - herausziehen.
Achtung: dabei kann etwas bremsflüssigkeit auslaufen, lappen unterlegen.
Feder - 4 - aus radbremszylinder - 3 - herausnehmen.
Zusätzlich dargestelltes teil: 2 - entlüftungsschraube.
Manschetten von den kolben abziehen, dabei kolben nicht beschädigen.
Radbremszylinder innen mit staubfreiem lappen auswischen.
Es dürfen keine riefen oder rostnarben auf der lauffläche sein, gegebenenfalls radbremszylinder ersetzen.
Alle teile mit spiritus oder bremsflüssigkeit reinigen. Hinweise zur bremsflüssigkeit beachten. Achtung: keine flüssigkeiten auf mineralölbasis, wie benzin oder kerosin, verwenden, andernfalls können später bremsdefekte auftreten. Die fachwerkstatt verwendet die reinigungsflüssigkeit "fiat-ldc".
Einbau
Entlüfterschraube gangbar machen, eventuell erneuern.
Vor dem zusammenbau alle innenteile in saubere bremsflüssigkeit tauchen. Grundsätzlich kompletten reparatursatz verwenden.
Manschetten so auf die kolben aufziehen, daß die dichtlippen gegen die druckrichtung der hydraulikflüssigkeit, also nach innen, zeigen.
Linken kolben in den radbremszylinder einsetzen.
Von rechts feder einsetzen, entlüfterschraube öffnen, kolben einschieben. Nach dem komplettieren entlüfterschraube schließen. Vorsicht: nicht überdrehen. Drehmoment maximal 5 nm.
Schutzkappen aufsetzen.
Bremsbacken und bremstrommel einbauen.
Bremsanlage entlüften. Dabei genügt es in der regel, nur denjenigen bremszylinder zu entlüften, dessen leitung geöffnet wurde. Wenn der bremsdruck nach dem entlüften schwammig ist, gesamte bremsanlage entlüften.
Fußbremse mehrmals kräftig durchtreten. Damit ist die hinterradbremse eingestellt.
Achtung, sicherheitskontrolle durchführen:
Sind die bremsleitungen festgezogen?
Befindet sich die bremsleitung in der halterung?
Sind die entlüftungsschrauben angezogen?
Ist genügend bremsflüssigkeit eingefüllt?
Bei laufendem motor dichtheitskontrolle durchführen.
Hierzu bremspedal mit 200 bis 300 n (entspricht 20 bis 30 kg) etwa 10 sec. Betätigen. Das bremspedal darf nicht nachgeben. Sämtliche anschlüsse auf dichtheit kontrollieren.
Anschließend einige bremsungen auf straße mit geringem verkehr durchführen.
Motorölwechsel
Zum motorölwechsel ist folgendes sonderwerkzeug
erforderlich:
Wenn öl nicht abgesaugt wird: eine
grube oder ein hydraulischer werkstatt-
wagenheber mit unterstellböcken.
Achtung: das motoröl darf auch mittels
einer sonde (an der tanks ...
Speziell 1,8-/2,0-l-motoren
Diese motoren haben einspritzanlagen anderer hersteller,
die weitgehend wie im 1,6-l-motor funktionieren. Unterschiede
sind:
Die messung der durch den motor angesaugten luft erfolgt
durch einen heißfilm-luftmassenmesser. Diese
messung ist genauer als ...