Fiat Bravo Reparaturanleitung :: Technische details der mpi beim 1,6-l-motor

Technische details der mpi beim 1,6-l-motor


  1. Ventil für aktivkohlefilter

  2. Aktivkohlefilter

  3. Saugrohr-druckfühler

  4. Sicherung 5a (für steuerung)

  5. Sicherung 20a (für bauteile)

  6. Doppelrelais für stromversorgung der einspritzanlage und der kraftstoffpumpe

  7. Hauptsicherung 30a

  8. Mehrfachstecker

  9. Fahrgeschwindigkeitsfühler

  10. Diagnosestecker

  11. Motor-steuergerät

  12. Stecker für einspritzventile

  13. Ot- und drehzahlfühler

  14. Phasenfühler am nockenwellenrad

  15. Lambdasonde

  16. Stecker für lambdasonde

  17. Einspritzventile

  18. Fühler für ansauglufttemperatur

  19. Leerlaufsteller

  20. Drosselklappen-potentiometer

  21. Masseanschluß

  22. Zündspulen

  23. Kraftstoffdruckregler

  24. Fühler für kühlmitteltemperatur

Funktionsweise der mpi (1,6-l-motor)

Die elektronische mehrpunkt-einspritzanlage mpi verfügt über 4 einspritzdüsen, eine für jeden zylinder, die in zündreihenfolge sequentiell (einzeln) betätigt werden und den kraftstoff direkt vor die einlaßventile einspritzen. Die aktuelle motorstellung wird dem steuergerät von 2 impulsgebern übermittelt: ein geber sitzt an der kurbelwelle, ein weiterer geber mißt die nockenwellenumdrehung.

Der kraftstoff wird von der elektrischen kraftstoffpumpe aus dem kraftstoffbehälter angesaugt und gelangt über den kraftstoffilter zum verteilerrohr und dann zu den einspritzdüsen.

Ein druckregler am verteilerrohr hält den differenzdruck im kraftstoffsystem in abhängigkeit vom ansaugrohr-unterdruck auf genau 3 bar.

Als hauptgröße für die kraftstoffzumessung dient dem steuergerät der unterdruck im motor-ansaugkrümmer. Der unterdruck im ansaugkrümmer hängt von der aktuellen drosselklappenstellung (gaspedalstellung) sowie der motordrehzahl ab. Zusammen dienen sie als maß für die angesaugte luftmenge. Der fühler für saugrohrdruck sitzt an der spritzwand und ist über eine unterdruckleitung mit dem saugrohr verbunden.

Zusätzlich wird die winkelstellung der vom gaspedal betätigten drosselklappe über ein potentiometer erfaßt und dem steuergerät als vergleichswert für die angesaugte luftmenge übermittelt. Dieser wert ist notwendig zur anpassung an fahrzustände wie bespielsweise schnelle beschleunigung, oder wenn der saugrohr-druckfühler ausfällt (notlauffunktion). Dadurch wird auch die schubabschaltung gesteuert, denn solange die drosselklappe geschlossen ist und gleichzeitig die drehzahl über einem bestimmten wert liegt, wird vom steuergerät die kraftstoffzufuhr für den motor gesperrt.

Das steuergerät der zünd-/einspritzanlage regelt entsprechend der gemessenen luftmenge und der jeweiligen motordrehzahl die einspritzzeit und dadurch die einspritzmenge nach einem vorgegebenen kennfeld. Bei längerer öffnung eines einspritzventils wird mehr kraftstoff eingespritzt. Zusätzliche fühler und geber sorgen in jeder fahrsituation für die richtig bemessene kraftstoffmenge.

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